1. Automatisches Cookie-Scannen und Kategorisieren
Das Tool sollte Ihre Website scannen, automatisch erkennen, welche Cookies und Drittanbieter-Skripte laufen, und sie in Kategorien einordnen (notwendig, Analyse, Marketing, funktional). Eine Cookie-Liste von Hand zu pflegen, ist fehleranfällig und nicht nachhaltig.
2. Skriptblockierung vor Einwilligung und Consent-Log
Ein echtes Compliance-Tool sollte nicht notwendige Skripte nicht ausführen, bevor der Besucher einwilligt (vorherige Blockierung), und jede Consent-Entscheidung mit Zeitstempel aufzeichnen. Diese Aufzeichnungen sind die Grundlage, um Rechenschaft zu dokumentieren.
3. Google Consent Mode v2
Wenn Sie Google Analytics 4 oder Google Ads nutzen, sollte das Tool die Consent-Mode-v2-Signale (ad_storage, analytics_storage und weitere) entsprechend der Entscheidung des Besuchers aktualisieren. Ohne dies werden Ihre Werbe- und Messdaten unvollständig oder regelwidrig erhoben.
4. IAB TCF: Unterstützung und Zertifizierungsstatus
Wenn Sie im programmatischen Werbe-Ökosystem (RTB) tätig sind, kann die Unterstützung des IAB TCF wichtig sein. Stellen Sie zwei getrennte Fragen: Unterstützt das Tool TCF, und ist es offiziell zertifiziert? Beides ist nicht dasselbe; lassen Sie sich klar bestätigen, was der Anbieter bietet.
5. GPC und universelles Opt-out
Ein modernes Tool sollte universelle Opt-out-Signale erkennen, die der Browser des Besuchers sendet, etwa Global Privacy Control (GPC). Kalifornien und mehrere US-Bundesstaaten verlangen die Berücksichtigung dieses Signals; der Besucher legt seine Präferenz einmal fest.
6. Abdeckung mehrerer Rechtsordnungen
Wenn Ihr Unternehmen nicht nur in die Türkei, sondern auch in EU- und US-Märkte verkauft, sollte das Tool KVKK, DSGVO und US-Bundesstaatsgesetze in derselben Infrastruktur verwalten. Ein auf eine einzige Rechtsordnung beschränktes Tool zwingt Sie beim Wachstum zur Suche nach einer zweiten Lösung.
7. Echte Barrierefreiheit (kein Overlay)
Die meisten Cookie-Einwilligungstools konzentrieren sich nur auf Cookies und enthalten keine echte Barrierefreiheitskomponente. Wo eine enthalten ist, fragen Sie nach dem Unterschied: Bietet das Tool ein echtes Widget, das die Seite anhand der WCAG-2.2-Kriterien prüft, oder ein oberflächliches Overlay? Letzteres gilt für sich allein nicht als ausreichend.
8. Transparente Preise und mehrere Sprachen
Die Preisgestaltung sollte klar und gestaffelt sein, ohne überraschende Zusatzkosten oder versteckte Nutzungsgrenzen. Wenn Ihre Besucher in verschiedenen Sprachen kommen, sollten Banner und Panel Sprachen wie TR, EN und DE lokalisiert unterstützen. Echte Lokalisierung statt mechanischer Übersetzung wirkt sich direkt auf das Vertrauen aus.