Glossar

Was ist Google Consent Mode?

Google Consent Mode ist eine API, die die Cookie-Einwilligungsentscheidung der Nutzer über Standardsignale an Google-Dienste (Analytics, Ads) übermittelt. Version 2 verwendet vier Signale: ad_storage, analytics_storage, ad_user_data und ad_personalization. Ohne Einwilligung können Google-Tags (im erweiterten Modus) begrenzte cookielose Signale senden, und fehlende Daten können per Modellierung geschätzt werden.

Consent Mode übergibt die vom Cookie-Banner eingeholte Einwilligungsentscheidung an die Google-Tags. Version 2 kennt vier Signale: ad_storage (Werbe-Cookies), analytics_storage (Analyse-Cookies), ad_user_data (Übermittlung von Nutzerdaten zu Werbezwecken) und ad_personalization (personalisierte Werbung). Bei korrekter Einrichtung startet der Standardzustand als abgelehnt (denied); erteilt der Nutzer über das Banner seine Einwilligung, werden die entsprechenden Signale aktualisiert. Google verlangt die v2-Signale für Websites, die im Europäischen Wirtschaftsraum und im Vereinigten Königreich Google-Werbeprodukte nutzen.

Es gibt zwei Betriebsarten. Im Basismodus laden Google-Tags erst nach der Einwilligung; im erweiterten Modus senden die Tags begrenzte cookielose Signale (Pings), und Google kann fehlende Conversions per Modellierung schätzen. Welcher Modus passt, hängt von Ihrer Datenpolitik und rechtlichen Bewertung ab. Entscheidend ist: Consent Mode ist kein Werkzeug zur Einwilligungserhebung; ein Banner (CMP), das die Einwilligung einholt, bleibt erforderlich, und erst zusammen ergibt beides Sinn. In der Praxis erfolgt die Einrichtung über die CMP-Integration: Das Banner übersetzt die Nutzerentscheidung via gtag oder Google Tag Manager in Consent-Mode-Signale. Nach der Einrichtung empfiehlt es sich, die korrekte Übermittlung der Signale über den Vorschaumodus des Google Tag Managers oder die dataLayer-Einträge in der Browserkonsole zu prüfen.

Häufig gestellte Fragen

Ist Google Consent Mode v2 verpflichtend?

Es ist keine gesetzliche Pflicht, sondern eine Richtlinienanforderung von Google: Wer Google-Werbeprodukte (Ads, Zielgruppenfunktionen, Remarketing) für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum und im Vereinigten Königreich einsetzen will, muss die v2-Signale einschließlich ad_user_data und ad_personalization übermitteln. Andernfalls werden Werbemessung und Personalisierung eingeschränkt. Die Pflicht zur Einholung der Cookie-Einwilligung ergibt sich aus Gesetzen wie DSGVO und KVKK und besteht unabhängig vom Consent Mode.

Ersetzt Consent Mode das Cookie-Banner?

Nein. Consent Mode holt keine Einwilligung ein; er übermittelt lediglich eine bereits erhobene Entscheidung an die Google-Tags. Ein Cookie-Banner (CMP), das dem Nutzer Auswahlmöglichkeiten bietet und die Einwilligung erfasst und dokumentiert, bleibt erforderlich. Die korrekte Architektur: Das Banner holt die Einwilligung ein, Consent Mode leitet die Entscheidung als Signale an Google-Dienste weiter, und Drittanbieter-Skripte außerhalb von Google werden separat blockiert und erst nach Einwilligung geladen.

Dieser Inhalt dient nur zur Information und stellt keine Rechtsberatung dar.