Das IAB TCF (Transparency and Consent Framework) ist ein von IAB Europe entwickeltes Rahmenwerk, das die Einholung von Nutzereinwilligungen in der Online-Werbung standardisiert und an das Werbe-Ökosystem übermittelt. Die Einwilligungspräferenzen werden in einer codierten Zeichenkette, dem TC String, transportiert und mit den in der Global Vendor List registrierten Partnern geteilt. Die aktuelle Version ist v2.3; sie hat im Februar 2026 v2.2 abgelöst.
Das TCF wurde von IAB Europe entwickelt, um den Einwilligungsbedarf der programmatischen Werbung unter DSGVO- und ePrivacy-Regeln zu standardisieren. Das Rahmenwerk kennt drei Hauptrollen: CMPs (Consent-Management-Plattformen), die Einwilligungen einholen, Vendoren, die Daten verarbeiten, und Publisher. Welchen Zwecken und welchen Vendoren ein Nutzer zugestimmt hat, wird in einem standardisierten Code, dem TC String, gespeichert und an die Beteiligten der Werbekette weitergegeben. Vendoren sind in der von IAB Europe verwalteten Global Vendor List (GVL) registriert.
In der Praxis ist das TCF für Publisher mit programmatischen Werbeeinnahmen entscheidend: Plattformen wie Google AdSense und Ad Manager verlangen für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum, im Vereinigten Königreich und in der Schweiz eine zertifizierte CMP. Ohne gültigen TC String können viele Werbepartner nicht bieten oder personalisierte Werbung ausliefern, was direkt zu Umsatzverlusten führt. Version 2.2 hat die Regeln verschärft, indem die Einwilligung zur Grundlage personalisierter Werbezwecke wurde, und die Standards für nutzerseitige Texte präzisiert; Version 2.3, die v2.2 im Februar 2026 abgelöst hat, ist die aktuelle Fassung des Rahmenwerks. Nicht jede Website braucht das TCF: Für eine Unternehmensseite, die nur eigene Analyse- und Marketingtools nutzt, kann ein normales Cookie-Banner genügen. Wer mit programmatischen Werbenetzwerken arbeitet, sollte die TCF-Anforderungen der Partner prüfen und eine TCF-fähige CMP einsetzen.
Häufig gestellte Fragen
Wer braucht das IAB TCF?
In erster Linie Publisher mit programmatischen Werbeeinnahmen: Wer Nutzern im Europäischen Wirtschaftsraum, im Vereinigten Königreich oder in der Schweiz über Google AdSense, Ad Manager oder andere Werbenetzwerke Anzeigen ausspielt, muss eine zertifizierte, TCF-fähige CMP einsetzen. Für Websites ohne Werbenetzwerke, die nur eigene Analyse- und Marketingtools verwenden, genügt in den meisten Fällen ein normales Cookie-Einwilligungsbanner.
Was ist ein TC String?
Der TC String (Transparency and Consent String) ist die maschinenlesbare, codierte Form der Einwilligungspräferenzen eines Nutzers. Er hält fest, welchen Zwecken zugestimmt wurde, welche Vendoren Daten verarbeiten dürfen und welche CMP die Einwilligung eingeholt hat. Er wird von der CMP erzeugt, auf dem Gerät des Nutzers gespeichert und an die Beteiligten der Werbekette übermittelt; Werbepartner dürfen Nutzerdaten nur gemäß den darin enthaltenen Berechtigungen verarbeiten.
Dieser Inhalt dient nur zur Information und stellt keine Rechtsberatung dar.